Babys erster Freund

Keine Kommentare

Wenn Baby die große, bunte Welt von Tag zu Tag mehr entdeckt, ist das nicht nur für den Nachwuchs selbst, sondern auch für die Eltern äußerst spannend. Erst recht interessant wird es, wenn der oder die Kleine die Aufmerksamkeit ab etwa einem Alter von drei bis vier Jahren nicht mehr nur auf Mama und Papa, auf das Spielzeug und das Essen richtet, sondern Kontakt zu Gleichaltrigen aufzunehmen beginnt. Zwillinge in diesem Alter haben einander. Alle anderen Kinder bauen Freundschaften zu Bruder oder Schwester, zu einem Nachbarskind oder dem Spielkamerad im Kindergarten auf.
Diese Phase in der Entwicklung des Kleinkindes beginnt etwa mit dem Eintritt in den Kindergarten mit drei oder vier Jahren. Der Nachwuchs fängt an, sich selbst als Subjekt wahrzunehmen und damit einher geht das Interesse, mit anderen auf gleicher Ebene zu kommunizieren. Bruder und Schwester sind zwar meistens willkommene Spielkameraden, aber in einer anderen Entwicklungsphase. Zwillinge haben das Glück, immer ein gleichaltriges Gegenüber an ihrer Seite zu haben. Alle anderen Kinder jedoch finden woanders ihren ersten besten Freund im Leben.

Das Glück der Zwillinge

Neben dem Spielgefährten im Kindergarten oder in der Nachbarschaft kommt diese Ehre oftmals auch dem Teddy zuteil. Dieser kuschelige Kamerad – oder auch die Puppe – wird zum besten Freund, der das Kind überallhin begleitet und dem es seine Sorgen erzählt. Doch nicht selten gesellt sich zu dem Freund aus Kindergarten oder Nachbarschaft sowie dem Kuscheltier ein weiterer Begleiter: Der imaginäre Freund. Vom Kleinkindalter bis zu einem Alter von etwa 7 Jahren haben Kinder die Fähigkeit, sich einen solchen ‘Freund’ einzubilden. Dieser unsichtbare Gefährte begleitet die Kleinen manchmal ein paar Monate lang, nicht selten auch zwei oder drei Jahre.

Geschwister, Teddy oder imaginärer Freund

Viele Kinder plappern angeregt mit ihrem imaginären Freund und erzählen ihren Eltern von gemeinsamen Erlebnissen mit ihm. Was viele Erwachsene befremdlich finden, ist jedoch völlig normal. Kinder leben so ihre Phantasie aus, erproben Rollen und stillen ihr Bedürfnis nach Freundschaft mit anderen im gleichen Alter. Sie schaffen sich also, was Zwillinge von vornherein haben. Amerikanische Psychologen haben sogar herausgefunden, dass Kinder, die ihre imaginären Freundschaften besonders intensiv leben, eine größere Vorstellungskraft besitzen und in späteren Jahren bessere erzählerische Fähigkeiten zeigen. Deswegen sollten Eltern die spielerische Kommunikation ihrer Kleinen mit Kuscheltier oder imaginärem Freund nicht unterbinden. Viel besser ist es, offen auf die Erzählungen über die mit dem Spielkameraden bestrittenen Abenteuer zu reagieren und dem Kind seine Spielfreude und Phantasie zu lassen.

Sag uns, was du denkst!