Spiele für Babys Sinne

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Nichts ist faszinierender für Babys als ihre Umwelt zu erkunden und dabei Farben und Bewegungen zu verfolgen, Gegenstände anzufassen und zu bewegen. Der Mensch nimmt seine Umwelt durch den Seh-, Hör-, Geruchs-, Geschmacks- und Gleichgewichtssinn wahr, dabei ist aber zu berücksichtigen, dass die Sinne des Neugeborenen zunächst verschieden weit entwickelt sind und somit einige Spielsachen gut zur Weiterentwicklung und andere weniger gut geeignet sind. Viel wichtiger als das richtige Spielzeug sind  aber die Eltern und Spielpartner des Babys, die als Impulsgeber für Freude, Erlebnis und Erholung sorgen und ihrem Baby helfen, die vielen Signale einzuordnen und zu sortieren. Im folgenden stellen wir einige Spiele vor, die auf die Entwicklung Ihres Babys abgestimmt sind und zusätzlich Spaß bringen.

Ein wahrer Ohrenschmaus

Das Gehör ist bei Babys als erstes ausgreift und schon im Mutterleib erkennt es die Stimme der Mutter. Singen Sie Ihrem Kind Lieder vor, dabei kann es herumgetragen und zum Rhythmus bewegt werden. Dabei spielt es keine Rolle wie gut gesungen wird. Auch einfache Geräusche durch Glöckchen und Klangstäbe eignen sich gut, um die Aufmerksamkeit Ihres Kindes auf sich zu lenken. In der Badewanne können Sie Ihrem Kind ebenfalls viele neue Geräusche vermitteln. Ob Sie mit der Hand auf die Wasseroberfläche klatschen, Wasser ausschütten oder Schwämme aus wringen, all diese Spiele bieten eine schöne Geräuschkulisse.

Eine Augenweide

90 Prozent  aller Eindrücke nimmt das Baby über die Augen auf, die erste Farbe, die Babys erkennen ist Rot, später folgen Blau, Gelb und Grün. Dies können Sie beim Spielzeugkauf beachten. Geben Sie Ihrem Kind ein einfaches Weißes Papier in die Hand, jedes Baby entdeckt früher oder später seine Leidenschaft für Papier. Zerreißen Sie es vor den Augen ihres Sprösslings und geben Sie es ihm anschließend selbst in die Hand. Achtung aber vor scharfen Kanten, diese sollten vorher beseitigt werden.

Babys lieben Gesichter. Kaufen Sie einen roten Luftballon und malen Sie mit weißer Fingerfarbe ein Gesicht darauf und halten Sie es 20 cm entfernt von Ihrem Baby und bewegen Sie es immer wieder hin und her. Ihr Baby wird Ihnen erfreut zuschauen.

Ab sechs Monaten können Sie wunderbar mit ihrem Baby das beliebte Kuckuck-Spiel spielen, bei der das lachende Gesicht der Mutter ganz nah an Babys Kopf gehalten wird. Plötzlich verschwindet es hinter ihren Händen und ein kurzer Trennungsschmerz entsteht, taucht es wieder auf, ist die Freude beim Kind umso größer. Wiederholen Sie dies ein paar mal und bald wird Ihr Kind es als Spannungsspiel wahrnehmen

Lassen Sie zugreifen

Kann das Baby selbstständig Dinge greifen ist ein wichtiger Schritt getan, es kann nun auch selbstständig  Dinge begreifen. Geben Sie Ihrem Baby die unterschiedlichsten Materialien in die Hand. Dies können weiche Puppen, hartes Holz, ein einfacher Beißring oder eine Rassel sein. Alles was sich zusätzlich bewegt löst erstaunen und Bewunderung aus.

Geschmacks- und Geruchssinn stärken

Über den Geschmackssinn von kleinen Babys ist noch nicht so viel bekannt, dennoch vermutet man, dass auch Babys schon sehr früh schmecken können. Ihr Geschmackssinn für Süßes ist noch stärker als der Erwachsener und generell prägen die Essgewohnheiten den späteren Geschmackssinn. Der Geruchssinn ist dafür umso stärker. Zwei Tage alte Babys erkennen schon den Geruch Ihrer Mutter, weshalb man unruhigen Kindern häufig ein eingeschlafenes Tuch der Mutter gibt. Die Welt der Gerüche ist riesig und sie können Ihrem Baby durch einfache Dinge diese nahebringen. So kann wohlriechender Badeschaum verwendet werden. Halten Sie Ihrem Baby im Frühling eine Blume unter die Nase oder basteln Sie selbstgemachte Duftpüppchen mit Lavendelduft. Vor allem in der Weihnachtszeit können Sie mit den unterschiedlichsten Düften auftrumpften. Apfelsinen, Duftkerzen oder frisch gebackene Plätzchen. Ihr Baby wird den Gerüchen nicht widerstehen können.

Wichtig ist, dass Sie Ihrem Baby genügend Sinneserfahrungen anbieten und immer wieder wiederholen. Lassen Sie Ihrem Kind genügend Zeit sich mit Dingen auseinanderzusetzen und nehmen Sie es auf keinem Fall weg wenn Sie ungeduldig werden. Jedes Kind entwickelt sich individuell schnell oder langsam, deshalb vergleichen Sie es nicht mit anderen.

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